Was braucht es, um den eigenen Weg als Führungskraft zu gehen? Fachliche Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind wichtig – aber sie allein entscheiden nicht über berufliches Fortkommen. Ebenso prägend sind die Rahmenbedingungen, unter denen Karriere stattfindet: Welche Vorbilder erleben wir? Wer fördert uns? Welche Netzwerke stehen uns offen? Und welche Vorstellungen davon, wie Führung auszusehen hat, begegnen uns auf unserem Weg?
Frauen und Männer bewegen sich im Berufsleben nach wie vor unter unterschiedlichen Voraussetzungen. Gerade bei den Einkommen besteht weiterhin eine deutliche Lücke – Stichwort Gender Pay Gap.
Dabei wäre es falsch, daraus auf unterschiedliche Karriereambitionen zu schließen. Der aktuelle „Women in the Workplace 2025“-Report von McKinsey und LeanIn.Org zeigt vielmehr: Frauen sind ihrer Karriere ebenso verbunden und ebenso motiviert wie Männer. Sie erhalten jedoch weniger karrierefördernde Unterstützung – etwa durch Führungskräfte, die sie gezielt fördern, ihnen Türen öffnen oder sie für den nächsten Karriereschritt ins Spiel bringen. Erhalten Frauen vergleichbare Unterstützung wie Männer, verschwindet auch der im Report festgestellte Unterschied beim Wunsch nach beruflichem Aufstieg.
Es geht also nicht nur darum, was Frauen selbst tun können, um Karriere zu machen. Ebenso entscheidend ist das Umfeld, in dem Karriere stattfindet.
Räume für weibliche Führung schaffen
Eine wichtige Rolle spielen dabei Vorbilder. Wer in seiner Karriere zu anderen Menschen aufschaut, orientiert sich häufig an jenen, die den Weg bereits gegangen sind. Bewusst oder unbewusst übernehmen wir Bilder, Verhaltensweisen und Vorstellungen davon, was Leadership bedeutet.
In vielen Branchen prägen nach wie vor vor allem männliche Führungskräfte dieses Bild. Das hinterlässt Spuren: in unseren Erwartungen, in Karrierewegen und in der Gesprächs- und Verhandlungskultur, die wir als selbstverständlich wahrnehmen.
Natürlich gibt es auf beiden Seiten inspirierende Vorbilder – und weniger gute. Entscheidend ist jedoch, Vielfalt in Führung tatsächlich zu erleben. Denn Repräsentanz bedeutet mehr als bloße Sichtbarkeit: Sie bedeutet auch Gestaltungsmacht. Wer im Raum sitzt, entscheidet mit, welche Themen auf den Tisch kommen, welche Perspektiven Gewicht erhalten und welche weniger Beachtung finden.
Genau deshalb sind Räume wichtig, in denen Frauen ihr eigenes Bild von Führung entwickeln und reflektieren können – jenseits tradierter Muster und vermeintlicher Erwartungen. Räume, in denen unterschiedliche Erfahrungen sichtbar werden, Frauen voneinander lernen und neue Perspektiven auf ihre eigenen Möglichkeiten entwickeln können.
Einen solchen Raum schaffen wir mit dem Workshop Female Leadership Experience: einen geschützten Rahmen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven einzunehmen und das eigene Führungsverständnis zu stärken.
Dabei steht nicht im Zentrum einen vermeintlich „weiblichen Führungsstil“ zu definieren. Vielmehr geht es darum, die eigenen Stärken, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten bewusster wahrzunehmen und die Frage zu beantworten: Wie möchte ich selbst führen?
Melden Sie sich hier an und sichern Sie sich Ihren Platz im Workshop „Female Leadership Experience“. Zur Auswahl stehen folgende Termine: 27. November 2026 oder 12. März 2027. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite.
Bild: Magnific