Die Digitalisierung des Bankgeschäfts hält die Branche nun seit einiger Zeit auf Trab. Die Kreditinstitute sind allerdings nicht mehr so unbedarft wie noch vor wenigen Jahren. Das Bild hat sich gewandelt, insoweit alle Häuser Teile ihres Geschäfts mehr oder weniger digitalisiert haben. Mobile Payment, Videoidentifikation oder Online-Konsumkredit sind längst keine Alleinstellungsmerkmale hipper Fintechs oder Direktbanken mehr.
 

Die Reise ist allerdings noch nicht zu Ende. Voice Banking steht vor der Tür, Big Data ermöglicht genauere Bedürfnisidentifikation und immer komplexere Produkte können online abgeschlossen werden. Gleichzeitig verfügen die klassischen Banken weiterhin über einen Filialvertriebsapparat, an den die modernen Kunden ganz neue Anforderungen stellen und der daher von Grund auf neu erdacht werden muss. Der Fokus rückt von Transaktion und Beratung in Richtung Marketing und Vertrieb.

Richtig inszeniert und strategisch überdacht haben Filialen wahrscheinlich eine Zukunft. Nicht zuletzt deshalb, weil ein Großteil der Kunden die physische Präsenz schätzt – ohne sie tatsächlich intensiv zu nutzen. Das wissen auch Online-Banken, die sich zögerlich aber doch auf das Filialparkett vorwagen.

Filialbanken, die digitalisieren und ihren Vertriebsapparat neu ausrichten; Online-Anbieter, die erkennen, dass sie Marktpotenzial und Vertrauen in ihre Marke durch „echte“ Präsenz deutlich steigern können. Da entsteht etwas völlig Neues, über die Grenze „Digital – Offline“ hinweg. Wie dieses „Neue“ aussehen könnte und was Strategien und Überlegungen auf dem Weg dorthin sind – das ist das Thema des BSW 2019.