Moderne analytische Methoden führen zu mehr Wissen über Kunden und deren Nutzungsverhalten

9. April 2017

Die zunehmende Digitalisierung bringt für Finanzinstitutionen, wie in anderen Branchen auch, große Veränderungen für die Zukunft. Neue Möglichkeiten der Abwicklung von Bankgeschäften, wie über mobile Apps, Fintechs mit komplett digitalen Geschäftsmodellen oder auch völlig neue Formen des Zahlungsverkehrs verändern die Branche und das Verhalten der Kunden. War früher der regelmäßige Besuch eines Geldinstituts noch selbstverständlich, so kennen heute viele „ihre Bankfiliale“ bestenfalls noch vom Automatenfoyer zur Bargeldbehebung. Die Abwicklung von Bankleistungen über verschiedenste digitale Kanäle ersetzt den traditionellen Kundenkontakt. Fehlende Bindung birgt die Gefahr der Kundenabwanderung zu kostengünstigeren Angeboten, etwa von Fintechs.

Die Digitalisierung ist aber auch eine Chance, da über die digitalen Kanäle viele Informationen über das Kundenverhalten entstehen, die für bedarfsorientierte, personalisierte Angebote genutzt werden können. Ob online oder durch gezielte Ansprache eines spezialisierten Beraters.

Voraussetzungen dafür sind umfassende Aufzeichnung aller entstehenden Daten, deren Aufbereitung, sowie die qualifizierte Analyse, unter anderem mit mathematisch, statistischen Methoden durch Spezialisten in der Datenanalyse.

Bis vor einigen Jahren war dies noch sehr kostenintensiv und zeitlich aufwendig. Big-Data Technologien erlauben heute allerdings die Speicherung und Verarbeitung von sehr großen Datenmengen, die in konventionellen Data Warehouse-Systemen bisher nicht denkbar waren. Damit kann die Datenflut bewältigt werden, die durch die voranschreitende Digitalisierung anfällt.

Speziell vielfach vorhandene Online-Kundeninteraktionsdaten bieten die Möglichkeit der Generierung neuer Variablen zur Verbesserung vorhandener statistischer Modelle. Beispielsweise können Voraussagen zur potenziellen Abwanderung von Kunden (Churn Management) durch das Nutzungsverhalten von Mobile-Apps angereichert werden. Außerdem sind solche, in großen Volumina vorhandene Daten, die ideale Grundlage moderner Machine Learning-Verfahren.

Bei all diesen Überlegungen gilt es aber natürlich, die Regelungen den Datenschutz betreffend einzuhalten.

FRT Consulting ist mit seinem breiten Know-how im Bereich Datenanalyse und Business Intelligence seit Jahren ein verlässlicher Partner der Finanzbranche, ob in der Umsetzung oder als Berater in speziellen Themen wie BCBS 239 oder Data Governance im Finanzsektor, sowie mit Fachlösungen wie „Baseline Portfolio&RiskAnalyzer“.

Das Unternehmen wird am 4. Mai beim Banken-Symposium Wachau im Stift Göttweig präsent sein. Weitere Infos finden Sie hier.

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